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Christina Zück | 12.07.08
In meinem Herz ist noch mehr Discoschmerz
Die Anthropologin Elke Mader auf der Jagd nach Shah Rukh Khan
Autor: Gandhi, der Wiener Bollywooddealer von Elke Mader
Wir befinden uns am Flughafen Wien Schwechat. Shah Rukh Khan, der Avatar der Supermodernität, steht total auf Michael Ballack und ist mal kurz nach Wien gejettet, um sich das EM-Endspiel anzusehen. Shah Rukh liebt Sport, erst vor kurzem hat er sich eine Hockeymannschaft gekauft, was ihm erlaubt, nach dem Spiel unverdächtig in der Umkleidekabine der Jungs abzuhängen. Jetzt steht er, etwas enttäuscht über die Niederlage seines Idols, am Eincheckschalter, wie immer umringt von Fans, und versteckt sich hinter einer dunklen Sonnenbrille und einer Jogi-Löw-Frisur. Er hält eine Arbeit von mir in der Hand und versucht, mit einem Gelschreiber "Love Shah" darauf zu kritzeln. Es klappt nicht, er muss das Bild nochmal wenden.
Elke Mader ist quer durch Europa gereist, an jeden Ort, an dem Shah Rukhs Erscheinen vermutet wurde, und hat einige Versuche unternommen, ein Autogramm zu bekommen. Sie hat Tage an Bauzäunen, hinter Absperrgittern, in Tiefgaragen und sogar im Zoo wartend verbracht. Der schwindelerregende Parallelzustand eines euphorischen Fans ergriff sie gelegentlich. Elke Mader betreibt Feldforschung. Sie ist Professorin für Kultur- und Sozialanthropologie and der Universität Wien, ihr Forschungsgegenstand ist der interkulturelle "Mohabbat Man" Shah Rukh Khan und die Extase, die er beim Publikum auslöst, man könnte das Phänomen auch als postglobalisierte Minne bezeichnen. Als sie im Februar bei der Recherche auf meinen Artikel im Kunst-Blog stieß, erkannte sie nicht sich selbst, sondern ihr Foto auf einem meiner Fotos wieder: ein Fall von synchromystischer Mise en abyme.
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Markus Wirthmann | 04.07.08
Don´t mess ...
... with Texas
Statt Armadillos jagen: Streifzug durch die Kunst in San Antonio, Texas
bei 39° C im Schatten.
Adib Fricke | 04.07.08
54 Wörter auswählen

Zur Abwechslung mal ein persönlicher Wunsch (der nichts mit Kunst-Blog zu tun hat). Anlässlich eines neuen Projekts experimentiere ich mit englischen Substantiven. Grundlage für das Projekt sind 54 Wörter. Zur Zeit gibt es eine Wortliste mit 220 Wörtern, daraus sollen 54 ausgewählt werden. Alle Kunst-Blog-Fans sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Auf einer dafür eingerichteten Webseite können die Wörter durch Anklicken von Markierungsboxen einfach ausgewählt werden. Je mehr Leserinnen und Leser mitmachen, umso besser wird schließlich die Auswahl. Alle Einreichungen werden Teil einer Gesamtauswertung.
54words.com/select/
(Die Wörter können bis zum 1.8.08 ausgewählt werden.)
Adib Fricke | 03.07.08
Lasst euch nicht erwischen!
Manche Kunst-Blog-Besucher wunderten sich schon. Seit einiger Zeit taucht in vielen älteren Beiträgen eine kleine Grafik auf, die mitteilt, dass die Abbildungen, die dort mal zu sehen waren, nicht mehr angezeigt werden dürfen.

Erklärt ist die Sache relativ schnell: Urheberrechtliche Regelungen sehen vor, dass Abbildungen von urheberrechtlich relevanten Arbeiten online nur eine bestimmte Zeit kostenlos als Ergänzung zu aktuellen Texten/Beiträgen genutzt werden dürfen. »Aber in Zeitungen ...« mag schnell als cleverer Einwand kommen. Doch der gilt nicht, denn da ist die Natur des Mediums einfach eine andere, gedruckt bleibt gedruckt. Bei Online-Nutzung kann auch später eine Veränderung herbei geführt werden, die dann auch nach vorherrschender Rechtsauffassung erfolgen muss.
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Markus Wirthmann | 02.07.08
Können Kuratoren ...
... Kunst machen?

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Markus Wirthmann | 02.07.08
Verpasst
Was ich wieder alles verpasst habe nur weil ich eine Weile wilde Armadillos in Texas zugeritten habe!
Da veröffentlicht der Neue Berliner Kunstverein in seiner Pressemitteilung beispielsweise PinUp-Fotos seiner KünsterInnen die Thomas Wulffen zusammen mit einigen aufschlussreichen Bemerkungen in seinem Blog veröffentlicht.

Hänge ich mir hiermit in den Spind!
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Gastbeitrag | 28.06.08
Wer kennt Beispiele für Ausstellungsausbeutung?
Liebe Künstlerinnen und Künstler, liebe Kunstinteressierte, Kulturaktive und Netzwerkerinnen,
wir sind eine Initiative von bildenden Künstlerinnen und Künstlern, die sich zum Ziel gesetzt hat, Ausstellungshonorare in der bildenden Kunst (endlich) durchzusetzen.
Seit Anfang 2008 sind wir aktiv. Um unserer Forderung (auch auf politischer Ebene) Nachdruck zu verleihen, sammeln wir aktuell positive und negative Erfahrungsberichte zur Ausstellungsvergütung von Künstlerinnen und Künstlern.
Es sind Erfahrungen gefragt aus Einzelausstellungen oder Beteiligungen in Kunstvereinen, Kunsthallen oder Museen, in öffentlichen Institutionen, Vereinen oder Unternehmen - nicht jedoch in Galerien und anderen Verkaufsausstellungen, oder in freien, nicht-kommerziellen Projekträumen.
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Markus Wirthmann | 25.06.08
Bildhaueraufstand

Ich halte mich gerade in San Antonio, Texas auf, weil ich eingeladen wurde, im Rahmen eines Bildhauersymposiums etwas über die „Bildhauerszene in Berlin“ zu sagen – und natürlich auch zu zeigen. Ich bin also gerade dabei, wie sich´s gehört auf den letzten Drücker, eine Diaschau zum Thema vorzubereiten. Ich sitze mit meinem MacBook auf dem Balkon im dritten Stock und gucke auf den Fluss, der hier allerdings eher ein Kanal im Betonkorsett ist. Hier ist´s tierisch heiß und feucht, und irgendwas macht immer Krach. Wenn nicht gerade die Güterzüge, die ganz in der Nähe mitten auf der Straße fahren, markerschütternd posaunen, als ob der nächste Bahnhof Jericho hieße, startet wenigstens vom Dach gegenüber ein Hubschrauber oder man reißt kurzerhand mal die Straße auf. Dazwischen Tschakken, Kekkern und Krähen wie im Tropenhaus.
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Markus Wirthmann | 03.06.08
Invasion!
"Abbauen? - Abbauen! - Jaaa, das ist ganz wichtig damit hier wieder Ruhe einkehrt!"
So der abschließende Kommentar des Pförtners des Blumengroßmarktes Berlin wo am vergangenen Wochenende die Kunstinvasion stattfand.
Um eine Ausstellung handelte es sich hierbei ganz offenbar nur nebenbei. Eher sowas wie ne Kunst-Loveparade breitete sich in der riesigen Industriehalle aus dem Jahr ´69 aus. Ziel der Demo im Auftrag der Berliner Kunsthalleninitiative ist es, nach der temporären Kunsthalle, die demnächst zwischen Zeughaus und Alex entsteht, nun auch in die Diskussion um die dauerhafte und ständige Kunsthalle einzugreifen.
Es gilt den Fokus von Lokalpolitik und Wirtschaft auf Kreuzberg und weg von Haupt- und Hamburger Bahnhof zu lenken. Statt Millionenneubau zwischen Lehrter- und Heidestraße wo gerade der Kunst-Campus-Berlin entsteht oder dem Humboldthafen auf der anderen Seite des HBFs wird die Schnäppchenlösung im Blumengroßmarkt propagiert - schließlich gehört das Ding schon dem Berliner Senat und außerdem wird es übernächstes Jahr sowieso dicht gemacht.
Das es sich dabei um eine politische und weniger um eine künstlerische Streitfrage handelt steht außer Frage. Nicht umsonst blieb der Platz der Regierungskoalition während der Podiumsdiskussion zum Thema unbesetzt. Hier will sich anscheinend niemand das Maul verbrennen und sich mit den Investoren auf der anderen Seite der Stadt anlegen. Immerhin planen oder ermöglichen Vivico, die Immobiliensparte Hartmut Mehdorns (ja, der mit dem schlechten Geschmack!), und Nicolas Berggruen (ja, der mit dem Vater!), Millioneninvestitionen die Berlin gut gebrauchen kann um von seinem Arm-Aber-Sexy-Image wegzukommen.
Nun, mich fragt ja keiner - aber wenn, würde ich zum wiederholten Male sagen: Berlin braucht keine Kunsthalle!
Markus Wirthmann | 03.06.08
Nägel nageln!
„„Ein Kurator ist nicht nur jemand, der schöne Ideen im Schloss Oberammergau entwickelt", sagt Babias. Er muss sich auch die Hände schmutzig machen und Nägel in die Wand bohren, Kalkulationen berechnen, Kunst vermitteln und mit Künstlern kommunizieren können."
Das Zitat stammt aus dem Tagesspiegel vom 1. Juni 2008 zum Thema "Doch Kunst muss nicht immer brotlos sein." Wie beruhigend. Wäre auch schlimm, wenn man für´s Nagellochbohren kein Geld kriegen würde.
Ich empfehle in einem solchen Fall allerdings immer den handelsüblichen Zimmermannshammer.
Da das Zitat von Marius Babias eigentlich schon vorm Nägelbohren endet, nehme ich an, dass die Autorin des Artikels Marion Hartig nicht des Hämmerns mächtig ist und nicht etwa der Interviewte.
Also dann Herr Babias, Hände schmutzig machen beim Berechnen, Kalkulieren und Vermitteln. Wir sind gespannt! - Hämmern und Bohren den Angestellten überlassen!
Gastbeitrag | 02.06.08
Kunstraub in der der Brunnenstrasse
von Elena Nehrmann

Laut Interpol rangiert Kunstraub nach Drogenhandel, Geldwäsche und Waffenhandel an vierter Stelle der kriminellen Aktivitäten. Davon kann seit Freitag dem 30.05.2008 auch die ATM Gallery in der Brunnenstrasse/Berlin ein Lied singen.
Während der Vernissage zur Ausstellung des Londoner Street Art Künstlers PURE EVIL wurde eines seiner Werke mit ungeheurer Chuzpe vor den Augen der Anwesenden aus der Gallerie gestohlen.
"So far I have had a painting of Black Sabbath stolen from my first solo show, and I caught somebody walking off with a piece from another show and almost brained them. This time though , its pretty understandable (but cheeky) considering the message on the piece," kommentiert der Künstler den Diebstahl der einer gewissen Komik zugegebenermaßen nicht entbehrt, denn das Bild trägt den Schriftzug: "YOU CAN´T BUY HAPPINESS - STEAL IT".
Die Ausstellung wird durch die von der Polizei eingeleiteten Ermittlungen nicht beeinträchtigt und ist noch bis zum 30. Juni 2008 zu sehen.
Pure Evil
ATM Berlin, Brunnenstr.24
10119 Berlin Mitte
info@atmberlin.de
www.atmberlin.de
Gastbeitrag | 20.05.08
VIDEOEX
oder die kulturpolitische Notwendigkeit eines Schweizer Filmfestivals für experimentelles Kino.
von Kyros Kikos

Das internationale Experimentalfilm & Video Festival VIDEOEX in Zürich feiert Jubiläum. Vom 23. Mai bis 1. Juni findet die zehnte Ausgabe statt. Was im Dezember 1998 als kleine Werkschau experimenteller Filme im Xenix begann, hat sich mittlerweile zu einem der renommiertesten europäischen Filmfestivals für experimentelles Kino entwickelt. Trotzdem ist die Situation für VIDEOEX wie auch allgemein für das Genre „Experimentalfilm“ in der Schweiz alles andere als rosig.
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Gastbeitrag | 19.05.08
Hilfe! Kunst am Hügel
von Dirk Teschner

Am 16.April hat die Leitung der Universität Erfurt beschlossen, dass das Fachgebiet Kunst sukzessive aus seinem Gebäude „Am Hügel 1“ ausgelagert werden soll und die Räume dem Max Weber Kolleg (Gast seit 1998 und Forschungsinstitution der Universität) als Büroräume zur Verfügung gestellt werden sollen.
Gegen diesen Beschluss setzen sich Studenten, Mitarbeiter und Dozenten des Fachgebiets Kunst zur wehr.
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Markus Wirthmann | 17.05.08
Was hat Berlin mit ...
... Bietigheim-Bissingen, Heidelberg, Weinheim, Bieberach gemeinsam?

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Markus Wirthmann | 22.04.08
Nachtrag: Kunst-Blog-Party

Der Austragungsort: Babette in der Karl-Marx-Allee 36 wo übrigens an diesem Wochenende die Benfiz-Versteigerung zu Gunsten des Kunstraums Glue stattfindet. Denen stand das Wasser bis zum Hals. Und zwar buchstäblich: Ein Wasserrohrbruch stellt die weitere Arbeit der beiden Glue-Betreiber DAG und Asim Chugthai auf die Probe. Also jetzt alle Kunst-Blog-Leser: Kunst kaufen im Babette. Nächsten Samstag! Dies ist ein Befehl höherer Mächte!
Und jetzt weiter im Text:
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Markus Wirthmann | 11.04.08
Der Lauf der Dinge

Irgendwie schon komisch. Vor Jahren hat man sich noch fast ein Bein ausgerissen, um an so eine exlusive Einladung zu kommen. Und heutzutage? Bringt sie der Briefträger, und man kann sie gar nicht mehr gebrauchen ...
Statt nach Köln zu fahren, wartet man getrost bis die Messe - oder wahlweise irgendeine Biennale oder Manifesta oder oder - an den eigenen Gestaden anlegt.
Falls Interesse besteht und man heute in Berlin, am Dienstag jedoch in Köln ist; ich bring sie mal heute Abend zur Party mit ...

Michael Reuter | 04.03.08
Kehraus im Off Space. Gibt es ein künstlerisches Leben nach Stuttgart 21?

Waggons am Nordbahnhof
„Ich bin schon optimistisch, dass der Mietvertrag häppchenweise verlängert wird.“ Moritz Finkbeiner, letzter Mohikaner des Kunstvereins „Für Flüssigkeiten & Schwingungen“ und seit vielen Jahren bei den im Einbahnstraßengewirr des Nordbahnhofs verborgenen alten Eisenbahn-Waggons aktiv, blinzelt auf der Terrasse seiner Bar in die Wintersonne. Er möchte den Gedanken, dass hier statt Ateliers, Konzerten und kreativem Chaos demnächst eine Containerstadt für Arbeiter der Jahrhundertbaustelle Stuttgart 21 entstehen könnte, am liebsten verdrängen. Doch der Mietvertrag eines der letzten Großstadtbiotope läuft Ende März aus – Verlängerung ungewiss.
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Christina Zück | 28.02.08
In meinem Herz ist Discoschmerz
Shah Rukh Khan bei der Premiere von "Om Shanti Om" am 8. Februar auf der Berlinale
Ein Kinofilm wucherte hinaus ins richtige Leben, als sich der indische Superstar durch das Getümmel der kreischenden Fans hindurch zur Premiere seines Films im Kino International begab. Dort stellte er, nun im Raum der Leinwand, einen erfolglosen Statisten dar, der sich in die schöne Diva verliebt, stirbt, und als zynischer Filmstar wiedergeboren wird. Durch das Wiedererlangen seines naiven Begehrens aus seinem ersten Leben verwandelt er sich am Ende in ein echtes, menschliches Wesen. Nach der Vorstellung nahm Shah Rukh Khan nochmal ein Bad in der Menge, um einigen jungen Frauen durch die Berührung mit seinem warmen, weichen, nach Azzaro duftenden Körper zu Transformationserlebnissen zu verhelfen. Vor ein paar Tagen ging es auf der Karl-Marx-Allee zu wie im Labyrinth des indischen Gottes der Spiegelungen, dessen Name mir gerade entfallen ist. Die hocherregten Fans konnten jede Hindi-Vokabel des Titelsongs auswendig: laut grölten sie "den transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Verständnis das gesamte Universum entstand", die Silbe Om, die im Filmtitel "Om Shanti Om" das indische Wort für Frieden umschließt. Das Reich der sichtbaren Erscheinungen und das Reich des Transzendenten fielen für einen kurzen Moment ineinander.
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Gastbeitrag | 15.02.08
Die Rote Punkt Bewegung aufbauen!
von Klaus Jörres
Es hat keinen Zweck, den falschen Leuten das Richtige erklären zu wollen. Das haben wir lange genug gemacht. Die Kunst-Aktion haben wir nicht den intellektuellen Schwätzern, den Hosenscheißern, den Allesbesser-Wissern zu erklären, sondern den potentiell künstlerisch revolutionären Teilen des Kunstvolkes.
Das heißt denen, die die künstlerische Tat sofort begreifen können, weil sie selbst Gefangene sind. Die auf das Geschwätz der »Linken« nichts geben können, weil es ohne Folgen und Taten geblieben ist. Die es satt haben! Den Jugendlichen im Märkischen Viertel habt ihr die Kunst-Aktion zu erklären, den Mädchen im Eichenhof, in der Ollenhauer, in Heiligensee, den Jungs im Jugendhof, in der Jugendhilfsstelle, im Grünen Haus, im Kieferngrund. Den kinderreichen Familien, den Jungarbeitern und Lehrlingen, den Hauptschülern, den Familien in den Sanierungsgebieten, den Arbeiterinnen von Siemens und AEG-Telefunken, von SEL und Osram, den verheirateten Arbeiterinnen, die zu Haushalt und Kindern auch noch den Akkord schaffen müssen - verdammt!
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thw | 26.01.08
Manufacturing art

Das hört sich so ähnlich an wie »manufacturing consent« und da habe ich meine Ohren schön gespitzt anlässlich der Pressekonferenz des Museum of Modern Art in New York in KW Berlin. Schließlich ist ‚Manufacturing consent’ der Titel eines Buches von Noam Chomsky und Edward Herman:
"Diese Einseitigkeit hat für amerikanische (und britische) Politiker gewisse politische Vorteile. Indem das Augenmerk auf die Opfer des feindlichen Staats gelenkt wird, zeigt man, diese Staaten sind böse und verdienen jene Feindschaft, die ihnen die USA entgegenbringen. Die Verleugnung der Opfer der USA und der US-Klientenstaaten auf der anderen Seite ermöglicht der aktuellen US-Politik ein ungestörteres Vorgehen. Man muss sich keine Gedanken machen, die Opfer könnten einem politisch in die Quere kommen" (»New introduction to Manufacturing Consent - The Political Economy of the Mass Media«, Pantheon, 1988, Herman gegenüber »Media Lens« am 27. August 2002).
Gefunden hier.
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Gastbeitrag | 20.12.07
Ein Weihnachtsmärchen
von Klaus Jörres

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Markus Wirthmann | 30.10.07
Kunsthalle kommt!
Wir brauchen sie zwar nicht wie ich hier schon mal ausgeführt habe, kriegen sie aber jetzt trotzdem. Und zwar dort wo sie hingehört: auf den Schlossplatz. In Second Life gibts sie auch schon mal. Dort kann man sich warmgucken bis beim temporären Kunsthallenzelt von White Cube Berlin alle Heringe eingeschlagen sind.

Herzlichen Glückwunsch an Coco Kühn, Constanze Kleiner und natürlich den ausführenden Architekten Adolf Krischanitz (hier nicht im Bild). White Cube Berlin hat das Rennen gemacht und Graftlab muss jetzt weiter Wolkenkuckucksheime für Brad Pitt bauen.
Ein paar Jahre haben wir bestimmt auch noch bis zu diesem Szenario Zeit: Kunsthalle bleibt! Und deshalb nehme ich schon mal unter folgender Adresse Wetten entgegen, um wieviele Jahre sich der Bau des Humboldtforums bzw. der Abbau der Kunsthalle verzögern wird: Kunsthallentipp (bitte nur ganzzahlige Tipps abgeben). Zu gewinnen gibt´s zehn signierte Heringe.
Christoph Bannat | 26.10.07
Sex in the City

Mars,Venus Amor(?) Kunstkammer Würth, Bodemuseum
Berlin wird oft als arm aber sexy bezeichnet. Auf arm - das Wort gehört verboten - soll nicht weiter eingegangen werden, sexy Kunst aber findet man momentan an vielen Orten.
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Christina Zück | 22.09.07
Ciao Documenta

Kassel, damals
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Gastbeitrag | 18.09.07
TESLA in Not
Für alle, die Tesla noch nicht richtig kennen: »tesla ist berlins labor für mediale künste, für die erkundung der beziehung zwischen kunst und wissenschaft, alten und neuen, analogen und digitalen medien, für offene und prozess-orientierte künstlerische und technologische forschung, für den dialog mit aktuellen formen künstlerischer praxis, für die entwicklung von kooperationen und netzwerken«
Weil die Kulturprojekte Berlin GmbH den Vertrag mit dem medien > kunst < labor tesla nicht verlängert, verliert TESLA zum Ende 2007 seine jetzigen Räumlichkeiten und die regelmäßigen Fördermittel. Tesla Berlin ruft dazu auf, der drohenden Schließung zu widersprechen. Kunst-Blog dokumentiert den Aufruf, dem sich hiermit gerne jede/jeder persönlich anschließen kann, und die vorangegangenen Pressemitteilungen des Landes Berlin und des »Rat für die Künste Berlin«.
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Markus Wirthmann | 14.09.07
Rückzugsgefecht
Es ist zwar schon einige Tage her, dass das Interview mit Roger M. in der Hannoverschen Allgemeinen erschien aber verdammt lustig ist es immer noch. Da gibt es so wunderbare Stellen wie: "Es gibt bei jeder documenta diese Empörung. ... Was da aus unterschiedlichen Lagern kommt, ist wie bei einem Rülpswettbewerb." oder "Ich sehe das fast medizinisch: Die Ressentiments, die die Leute haben, müssen heraus. Danach haben sie wieder einen klareren Blick. In diesem Sinne ist documenta auch ein großer Hygieneakt." und "Ich ziehe im Moment noch so eine Kommentarebene ein, schreibe Texte, in denen ich etwas über Zusammenhänge erzähle, und pinne sie an Wände." Aha, die gute alte Wandzeitung. Leider dauert die Dokumenta nur noch ein paar Tage und allzuviele Besucher werden wohl nicht mehr in den Genuss der Bürgelschen Pinnwände kommen. Aber egal, der Besucherrekord ist gebrochen und die nächste documenta ist sowieso immer die beste.
Ach, da hab´ ich noch einen bevor weitergelesen wird: "Dilettantismus, gewollter Dilettantismus aber ist natürlich die Avantgardestrategie schlechthin. Das müsste eigentlich bekannt sein. Mit unserer Inszenierung setzen wir uns dezidiert von der korporatistischen Geschlecktheit im zeitgenössischen Ausstellungswesen ab." Der iss gut, oder?
Markus Wirthmann | 10.09.07
Für viele ist es die östlichste ...
Kunstmesse der Welt. Für die meisten ist sie mitten drin.
sh contemporary
vom 6. bis zum 9. September 2007
Shanghai Exhibition Center, Volksrepublik China
Ein Rundgang durch´s Gebäude

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Gastbeitrag | 25.08.07
Universelle Obsession und “totale Wahrhaftigkeit”
Andreas Höll
Gespräch mit Jan Hoet über die Arbeiten von Karl Hans (Joachim) Janke
(aus Anlass der Ausstellung Y.E.L.L.O.W. – Tentoonstelling over Actuele Kunst en Psychiatrie, Geel 2001)
Andreas Höll: Gestern wurde die Ausstellung »Yellow« eröffnet. Warum haben Sie sich entschieden, Arbeiten von Karl Hans (Joachim) Janke in Ihrer Ausstellung zu zeigen?
Jan Hoet: Das war total zufällig. Eines Tages kam der ostdeutsche Kurator Peter Lang zu mir. Er bat mich um eine Arbeit von Panamarenko, die er den Werken eines psychisch kranken Künstlers gegenüberstellen wollte. Ich erzählte ihm, dass ich mich auch mit diesem Thema beschäftige. Ich wollte eine Ausstellung mit Arbeiten von Patienten und Werken von Panamarenko zusammenstellen. Die Ausstellung sollte in Geel sein, wo ich mit psychiatrischen Patienten aufgewachsen bin. Ich wollte einen Dialog zwischen psychiatrischer Patienten-Kunst und autonomer Kunst machen.
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Markus Wirthmann | 17.08.07
Heavy Name Dropping
"Die Rock-Ikone Marilyn Manson zeigt eine seiner großformatigen Aquarellarbeiten „Hitler Takes a Nap“, 2000, 76 x 56 cm bei AA Galleries/Berlin. Im Metal-Style des Gesamtkunstwerks „Marilyn Manson“ verkörpert sich das gleichzeitige Vorhandensein von Gut und Böse. Die lebendige „Metapher“ passt zu den ARTISTS ANONYMOUS. Sie haben das Glück zu den ersten in Deutschland zu gehören, bei denen Marilyn Manson seine Aquarellmalerei zeigt. Ob der Musiker und Maler zur Eröffnung anwesend sein wird? Angefragt wurde er."
Weitere künstlernde Musik-Ikonen: Amanda Lear, Wolfgang Niedecken, Udo Lindenberg.
Und Neill Young besitzt eine Modelleisenbahnfabrik.
Die Eröffnung der Ausstellung mit Marilyn Manson ist übrigens am 29. September. Ob Kunst-Blog.com die in den Eröffnungskalender aufnimmt? Angefragt wurden wir.
Markus Wirthmann | 29.07.07
Geisterschiffe und Kunstpreise
Die Mary Celeste war eine Brigantine (zweimastiges Segelschiff), das 1872 auf halbem Wege zwischen den Azoren und Portugal verlassen im Atlantik treibend aufgefunden wurde. Wie es dazu kam, ist bis heute ungeklärt. Die Mary Celeste ist eines der berühmtesten Geisterschiffe. (Quelle: Wikipedia)
Es ist nicht anzunehmen, dass der Celeste Kunstpreis nach eben jenem Geisterschiff benannt worden ist. Eher ist davon auszugehen, dass der Name ein Derivat der italienischen Vokabel für himmelblau oder himmlisch ist. Ins Leben gerufen wurde der Preis nämlich 2004 von dem in Rom lebenden Briten Steven Music. Im Frühjahr wurde ein Ableger in Großbritannien gegründet, und vor kurzem ging die Ausschreibung an zahlreiche Galerien und Künstler in Deutschland.
Die mit der Ausschreibung verbundenen Bedingungen erscheinen mir allerdings schleier- wenn nicht sogar geisterhaft. Beim weiteren Studium derselben kommen mir immer mehr seemännische Fachausdrücke in den Sinn: Seelenverkäufer, Schanghaien, Seemannsgarn, Kalfatern, Pilotenspiel - ach nee, das ist jetzt was anderes ...
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Markus Wirthmann | 14.06.07
Hurra, wir werden abgemahnt!

Latte vorm Kopp
Man liest so viel über die Abmahnerei im Internet, dass man sich wundert, warum man das noch nie am eigenen Leib bzw. der eigenen Website erleben durfte. Für Kunst-Blog.com ist es jetzt endlich soweit. Zwar haben wir keine von den ganz fiesen erhalten, bei denen auch Abmahnung drauf steht und die normalerweise gleich mit ´ner Zahlungsaufforderung daherkommen. - Unsere ist eher sanft, zurückhaltend fast, aber mit eindeutiger Aufforderung.
Die Zurückhaltung hängt vielleicht damit zusammen, dass fast alle Kunst-Blogger - Autoren und Gastautoren - ebenfalls Mitglieder der fordernden Körperschaft sind.
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Christoph Bannat | 10.06.07
Neuer Zeitungscomic

Mit der Umstellung der "Frankfurter Rundschau" auf ein kleineres Format bekommen auch deutsche Zeitungsstrips weiteren Aufwind: Ab den 30. Mai erscheint in der "Frankfurter Rundschau" unter dem Titel "Im Museum" ein täglicher Strip von Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel. In dem Strip geht es um zwei Kinder, die in einem Museum eingeschlossen wurden. Der Nachwächter will sie nicht raus lassen, weil das angeblich gegen die Dienstvorschrift verstößt. Mit der Zeit merken die Kinder, dass sich in dem riesigen Museum die unglaublichsten Ausstellungen befinden.
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Markus Wirthmann | 18.05.07
Automatische Presseschau
Der folgende Text entstand mit Hilfe der Funktion "AutoZusammenfassen" des Textverarbeitungs-Programms Microsoft Word ™. Bei den heutigen Zeitungsartikeln zum Thema Kunst fällt mir wirklich nichts anderes ein als den Beitrag zu automatisieren ...
Und es drängt sich der Verdacht auf, dass Sammler nicht mehr investieren, sondern vor allem Geld los werden wollen. Bilder hingegen konzentrieren zig Millionen auf ein paar Quadratzentimeter - da geht richtig Geld raus, wenn eine Villa oder ein Loft in Manhattan dekoriert wird. Neue Chancen versprechen allenfalls neue Künstler. Katalognummer 31: "White Center", ein Ölbild des abstrakten Expressionisten Mark Rothko. Startgebot: 33 Millionen Dollar. 40 Millionen. Bei 46 Millionen steigt ein dritter ein. 50! 60! 63 Millionen? "Ich verkaufe für...", droht Meyer. 65 Millionen. 65 Millionen Dollar plus Kommission. Macht 72,84 Millionen Dollar. Gestern Abend, New York. Am Ende fährt Meyer - Schweiß auf der Stirn, doch die Tolle unverrückt - knapp 255 Millionen Dollar ein. Geld verjährt nicht. Wenn der Aktienmarkt steigt, geht es Investoren gut - wenn die Preise am Kunst-Markt steigen, scheint es den Investoren zu gut zu gehen. Die Superreichen schmücken sich mit moderner Kunst. 72 Millionen Dollar für Mark Rothko und für Andy Warhol, 53 Millionen für Francis Bacon, 26 Millionen für Cézanne und 23 Mio. für Kandinsky. Der teuerste Autounfall der Kunstgeschichte. Auch Mark Rothko darf 70 Millionen kosten. Die zehn teuersten Gemälde der Welt. Das Geld liegt auf der Straße. Schließlich ist die moderne, zeitgenössische, "aktuelle" Kunst gefragt und begehrt.
Markus Wirthmann | 10.05.07
Jetzt haben wir sie dort ...
... wo wir sie haben wollen: im zweiten Leben!
Temporäre Kunsthalle Berlin
Virtuelle Begehung
Pixel Art (179, 157, 23)
Second Life

Im ersten Leben wird wohl noch darum gerangelt, welche Kunsthalle denn jetzt überhaupt und wohin gebaut werden soll. Im zweiten Leben haben Coco Kühn und Constanze Kleiner von der White Cube Berlin GmbH jedenfalls die Nase vorn und Graftlab mit ihrem wolkigen Entwurf abgehängt.
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Markus Wirthmann | 05.05.07
„Mein Freund Jason und ich.”*
there is never a stop and never a finish
Isa Genzken, Andreas Hofer, Martin Kippenberger, Paul McCarthy, Otto Muehl, Albert Oehlen, Raymond Pettibon, Francis Picabia, Jason Rhoades, Dieter Roth, Cindy Sherman, Daniel Spoerri
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
05.05.2007 bis 19.08.2007

Echte Männerkunst im Hamburger Bahnhof. Ein Nachruf auf Jason Rhoades als Fotonovela - Text kommt noch. Da kommen dann viele Schwänze drin vor, genau wie in der Ausstellung. Und stinken tut´s auch nicht obwohl´s so aussieht; auch genau wie in der Ausstellung. Kunst von starken Männern für starke Männer kurz nach dem Klimakterium.
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Adib Fricke | 29.04.07
Ein schönes Leben noch ...

Unter dem Titel Kunst ist das, was das Leben schön macht hat die Süddeutsche Zeitung eine Reihe von Interviews mit Kunstsammlerinnen und -sammlern veröffentlicht – und zitiert damit zugleich die Leiterin der Sammlung der Schweizer Bank UBS als Beispiel für die Unbeholfenheit von Unternehmen, ihre Sammeltätigkeit zu begründen (oder vielleicht auch einzuschätzen). Nicht im Feuilleton, im Wirtschaftsteil stehen die Gespräche mit den Kunstliebhabern. Die Reihe erscheint anlässlich der 2. Ausschreibung des Deutschen Kulturförderpreises, der im Herbst diesen Jahres durch den »Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.« vergeben wird. Unternehmer dürfen über ihre Leidenschaft und ihre Liebe zur Kunst erzählen – die SZ befragt »Wirtschaftsvertreter zu ihrer privaten Sammlung und ihrem Verhältnis zur Kunst«.
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Redaktion | 27.04.07
Heute abend ...
Seit ca. einem halb Jahr ist der Kunst-Blog-Eröffnungskalender online und erfreut sich großer Beliebtheit. Regelmäßig stellt die Kunst-Blog-Redaktion eine Auswahl an Ausstellungseröffnungen für Berlin und Umgebung zusammen. Mit dem Gallery Weekend Berlin, das 2007 zum dritten Mal stattfindet und heute abend beginnt, haben wir eine druckbare Version des Eröffnungskalenders eingerichtet. Auf der Kalender-Seite den seitlichen Link »Eröffnungen von heute ausdrucken« anklicken, und schon wird - wenn ein Drucker am Rechner angeschlossen ist - eine Übersicht für den aktuellen Tag ausgedruckt.
Verena Lehmbrock | 24.04.07
"... dem gleich von einer Reichen Pfründe träumt ..."*
Der Tagesspiegel setzt auf Berliner Kunstszene

Der Stadt, der es an Industrie mangelt, mangelt es bekanntlich nicht an Kunst. Im vierten Teil seiner Serie „Chancen für Berlin“ widmet sich der Tagesspiegel nun nach Ausflügen in den Berliner Technologiepark Adlershof und in die Musikbranche der Berliner Kunstszene. Glaubt man dem Blatt, so besticht in Berlin nicht nur die Mannigfaltigkeit der Szene, sondern auch der durch den Kunstmarkt verkörperte wirtschaftliche Aspekt ...
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Markus Wirthmann | 09.04.07
Urbi et Orbi mit Jonathan Meese
Während der Papst in Rom seinen Segen sprach und die Autoren von Kunst-Blog.com Ostereier suchten - oder noch schnell bemalten - war der Berliner Kunstkontakter umtriebig und besuchte DE BABY – Jonathan Meeses Osterfestival in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Angekündigt war für den frühen Sonntag Abend, nach Ostereiersuchen, Osterlamm braten und Märchen vorlesen mit Jonathan: „Das Theater ist ein Tank, der von innen gereinigt werden muss“. Jonathan Meese im Gespräch mit Peter Laudenbach. Es lesen Kathrin Angerer und Bernhard Schütz. Aber anscheinend hat Meese in einem hübschen revolutionär-messianischen Ausbruch den Laden alleine geschmissen.
Wie schon gesagt, hat der Kunstkontakter das Naturschauspiel verfolgt und dokumentiert. Deshalb hier ein freundlicher Link auf das historische Ereignis:
... außerdem war Van Gogh ein mikriges Stück Scheisse ... Flash-Version
... abknallen die Typen, ja. Die ham keinen Respekt vor der Kunst ... WMV
... Meese - wie man ihn liebt!
Redaktion | 28.03.07
Ein Protestbrief an den kroatischen Kultusminister
Der in Zagreb und Berlin lebende Künstler David Maljkovic war eingeladen, auf der diesjährigen Biennale di Venezia die Republik Kroatien zu vertreten. Über die Qualität der Arbeiten des Künstlers kann man ja durchaus geteilter Meinung sein, manche Leute finden sie eher belanglos. Aber: Im Februar wurden zur Entscheidung, Arbeiten von Maljkovic für Venedig auszuwählen, noch ganz stolz klingende Mitteilungen verbreitet: »The Republic of Croatia is proud to present David Maljkovic’s Lost Memories from These Days at this year’s Biennale di Venezia, selected by Zeljko Kipke, organised by the Museum of Modern and Contemporary Art in Rijeka and curated by Branko Franceschi.« Nun wurde der Künstler ausgeladen. Warum? Eine richtig klare Antwort darauf gibt es wohl nicht ... Kunst-Blog dokumentiert einen Protestbrief an den kroatischen Kultusminister Božo Biškupić.
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Markus Wirthmann | 20.03.07
Diese Stadt braucht ...
... keine Kunsthalle!
Die Basics zur Kunsthallenfrage in der aktuellen Zitty
"Berlin braucht wieder eine Kunsthalle." hebt Johannes Wendland in seinem Beitrag an. Das finde ich zwar ganz und gar nicht, aber der Autor liefert einen vernünftig kurzen Überblick über die aktuelle Diskussion.

Hier mal ein paar vernünftige Entwürfe für eine bis vier neue Kunsthallen
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Adib Fricke | 16.03.07
Kippi, Kippi
Das Kunstmagazin Monopol widmet Martin Kippenberger das Schwerpunktthema seines aktuellen Heftes: Kippenberger Total. Wie »total« das Heft bezogen auf den Künstler dann auch sein mag - vor zehn Jahren verstarb Kippenberger und heute boomt der Markt mit seinen Arbeiten. Glücklich, wer (noch) Arbeiten von ihm hat und sie nach allerlei aufwertenden Ausstellungen und Publikationen dem gierig nach Kippenberger gewordenem Markt anbieten kann. Auch glücklich, wer als Weggefährte des brillanten Rhetorikers gilt. Künstlerkollegen und Freunde erinnern sich im Heft in einer »Gesprächscollage« von Max Dax: Er hat sich zum Mittelpunkt der Welt gemacht.
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Markus Wirthmann | 15.03.07
Noteröffnung
Marc Brandenburg
UNDERGROUND
Bahnhof Alexanderplatz U2
15. März – 30. Juni 2007

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Markus Wirthmann | 04.03.07
Kunsthalle bleibt!
Temporäre Kunsthalle Berlin
Pressegespräch zur Präsentation des Entwurfes von Prof. Adolf Krischanitz
1. März 2007
Konzept: White Cube Berlin GmbH, Coco Kühn, Constanze Kleiner
Ort: Architektur Galerie Berlin - Ulrich Müller
Mit: Mark Gisbourne, Dr. Volker Hassemer, Prof. Adolf Krischanitz, Prof. Dr. Peter Raue, Coco Kühn, Constanze Kleiner

01.04.2012, 14:00 (MEZ): Ausschreitungen bei Demonstration gegen den Abriss der Kunsthalle
Prophetische Montage: Kunst-Blog.com
Kunsthalle bleibt! Dieser aktionistische Schlachtruf klingt den Gegnern der temporären Kunsthalle schon grausig vorm inneren Ohr. Besonders wenn man an den, von verschiedenen Initiativen und Interessengruppen angestrebten, idealen Standplatz des Temporariums denkt: den Berliner Schlossplatz. Bald ehemaliger Standort des Palastes der Republik und zukünftiger Bauplatz des Humboldt-Forums in Stadtschlosshülle. Anderswo hätte ein Provisorium ja auch überhaupt keinen Sinn, denn überall sonst kann man ja auch richtig bauen.
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Redaktion | 28.02.07
Eigenlob stinkt ...
... aber da Geruch im Internet noch nicht übertragen wird, schreckt die Redaktion vor der Veröffentlichung folgender E-Mail nicht zurück:
Dear Kunst-Blog-Team,
Prix Ars Electronica would like to invite you to participate with your project "Kunst-Blog.com" in its category Digital Communities. This category which met with great interest and participation during the last three editions, will be awarded again by Prix Ars Electronica in 2007.
Your project "Kunst-Blog.com" has been nominated by one member of our International Advisory Board and we would like to encourage you and your team to participate with your project in this year’s Prix Ars Electronica.
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Markus Wirthmann | 15.02.07
Emmet Williams
4. April 1925, Greenville, South Carolina bis 14. Februar 2007, Berlin

Emmet Williams, hier im November letzten Jahres bei der Verleihung des "Hannah Höch Preises" an seinen Freund Ira Schneider. Er selbst wurde mit dem Preis genau zehn Jahre zuvor geehrt.
Williams war Künstler, Dichter und, zusammen mit Joseph Beuys, George Maciunas, Nam June Paik, John Cage und anderen, Gründungsmitglied der Fluxus-Bewegung. In den letzten Jahren war er in Berlin mit einer ganzen Reihe von Ausstellungsbeteiligungen präsent, unter anderem im Rahmenprogramm der 4. Berlin Biennale. Williams wurde in Greenville, South Carolina geboren, verbrachte aber den größten Teil seines Lebens in Europa und lebte in den letzen Jahren in Berlin wo er in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starb.
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Gastbeitrag | 30.01.07
XY - ungelöst
Der Polizeipräsident in Berlin
Sichergestellte Kunstgegenstände

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der hiesigen Dienststelle befindet sich ein Vorgang wegen Diebstahls aus Galerien und Künstlerateliers in Bearbeitung. In diesem Zusammenhang sind eine größere Anzahl von Kunstgegenständen sichergestellt worden, bei denen der Verdacht besteht, sie könnten widerrechtlich erlangt worden sein.
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Peter Lang | 05.12.06
Es ist, es war wieder soweit, der Turnerpreis ist verliehen.
Von Yoko Ono - wem sonst - wurde gestern abend der Turner-Preis an die deutsche Malerin, die natürlich keine deutsche Malerin sein will, Tomma Abts übergeben.
Für Bilder empfehle ich Google, Bilder und dann einfach Tomma Abts eingeben, da findet sich ein schöner Potpourri.
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Redaktion | 20.11.06
Wohin heute abend?

Ergänzend zum bisherigen Angebot hat Kunst-Blog jetzt einen Online-Kalender für Ausstellungseröffnungen eingerichtet. Aus dem breiten Angebot der Berliner Galerien und Institutionen wählt das Kunst-Blog-Team die wichtigsten und interessantesten Eröffnungen aus und veröffentlicht sie im Kunst-Blog-Eröffnungskalender. Zunächst bleibt das Angebot auf Berlin und Umgebung begrenzt.
Unsere Ausstellungsübersicht ist eine Auswahl, subjektiv und mit Anspruch auf Unvollständigkeit. Anregungen und Kommentare sind willkommen.
Markus Wirthmann | 12.11.06
Zeltplatz Mitte
SKULPTURENPARK BERLIN_ZENTRUM
ab 12. November 2006
KUNSTrePUBLIK e.V., Berlin

Am gleichen Ort an dem vor einiger Zeit, als das Wetter noch zum Zelten und Grillen und Gassigehen einlud, lustig summende Immen Bienenstöcke in Plattenbauweise bewohnten, macht sich jetzt im trübsinnigen November eine Campingkolonie breit. Verschieden große, nach dem Vorbild von amerikanischen Hochhausboliden geformte Hauszelte sind, schön ordentlich und (hoffentlich) sturmsicher im Acker festgepflockt.
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Gastbeitrag | 10.11.06
Polemik gegen den Verhandlungsstillstand
---------- Forwarded message ----------
From: presse[at]bethanien[dot]de
Date: 10.11.2006 15:40
Subject:
To: redaktion[at]kunst-blog[dot]com
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die politisch Verantwortlichen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg scheuen die weitere Auseinandersetzung zu den Fragen des Kulturbegriffs.
Hiermit polemisieren wir gegen den Verhandlungsstillstand:
Besitzer
Wer noch Zweifel daran hatte, dass linke Politik mit reaktionären Kulturressentiments einhergehen kann, findet im Bethanien-Gebäude am Mariannenplatz seit vielen Monaten eine unfreiwillige Großausstellung. Denn im Südflügel des Gebäudes residieren ohne erkennbaren Erfolg, ohne auch nur entfernt ahnbares künstlerisches Konzept und ohne politischen Nutzen eine Handvoll Besetzer, die sich ohne direkte demokratische Legitimation als Anwälte der Lokal- und Kiezkultur aufspielen.
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Peter Lang | 08.11.06
photoshop x.y
HARDCORE
Foto Shop, Berlin
8. November bis ?
HYPE Gallery Berlin
Café Moskau, Berlin
28. Oktober bis 18. November 2006
Der kleinste Fotoladen der Kunstzelle und das Cafe Moskau als Galerie für alle, sind derzeit die weit auseinander liegenden Pole des Synonyms Photoshop in dieser Stadt.

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Martin Conrath | 07.11.06
Montag
Montags ist die angewandte Ästhetik in Deutschland betriebsbedingt verhindert: Museen, Galerien und Friseursalons erholen sich von den Anstürmen und Ausdünstungen befriedeter Bilderstürmer, die, statt mit Qualitäten, heute nun quantitativ qua Masse dem Überangebot an Stil zu Leibe rücken. Frisiert sein bedeutet zwar immer noch nicht alles, signalisiert aber schon viel. Daneben wagen es nur Discounter zu wildern. Der übrige Kessel köchelt aus Langeweile brav vor sich hin, und virulent ist nichts. Wer Archive hat, hatte sie für jede Montagsausgabe schon immer geschlossen. Luftfeuchtigkeit heißt der Feind - an Stelle von Messern, Prügeln und Feuer. Und wenigstens einen Tag brauchen die Intensivstationen der apparativen Restauration, die museale Keimfreiheit ephemer wieder herzustellen. Plötzlich tut hier Erholung Not.
Montags wird also gelüftet und werden dem Blick entzogen: Gebrauchte Bilder, frisiertes Gebastel und eitel zu Markt getragene Wochenend-Avancen.
Hat das Bode-Museum montags eigentlich geöffnet?
Peter Lang | 06.11.06
Die Feuerwerksmusik im Neubaugebiet
Man denkt die Melange liegt um die Ecke, Eisenhüttenstadt, Halle Neustadt, Rostock Lichtenhagen, alles voller WBS 70 Bauten. Aber nein es ist ein Neubaugebiet aus den 70er Jahren in Glasgow, Schottland. Dann knallt es. Ein Feuerwerk der Leuchtfarben bricht aus den Fenstern und rast das Hochhaus hinan, in die Anbauküche hinein und über den Spielplatz hinweg. (www.bravia-advert.com)

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Markus Wirthmann | 03.11.06
M * A * C * H * T
Das britische Kunstmagazin Art Review hat Maß genommen und die Liste der hundert mächtigsten Personen im weltweiten Kunstzirkus ermittelt. Peter Dittmer zieht im Kunstmarkt-Teil der Welt seine Schlüsse daraus:
"Der Kunstmarkt ist ein unübersichtliches, arg zerklüftetes Terrain. Denn neben den wenigen Gipfeln, auf denen zwei, drei Dutzend Malerfürsten thronen, tun sich Furcht erregende Abgründe auf." – Man ahnte es schon!
Und angesichts der Tatsache, dass die obere Hälfte der Messlatte den, wir haben's auch geahnt, Sammlern, Galeristen, Museumsdirektoren und Kuratoren vorbehalten ist "... scheinen sich alle Verschwörungstheorien zu bestätigen, die den Handel mit den jüngsten Kunstproduktionen als ein mafiöses Unterfangen sehen, in dem nicht das Können und andere hehre Prinzipien zählen, sondern Absprachen und gezielte Kampagnen über Ruhm und vor allem über Geld." Zum Glück zieht er hier die Reißleine und lässt uns nicht in einen Dan Brown'schen Intrigenabgrund stürzen: "Das ist natürlich übertrieben. Eher ähnelt das Kunst-Gewerbe der Modebranche, die davon lebt, dass sich ständig etwas ändert, dass neue Trends zu benennen sind – und dass sich aus der Fülle individueller Ideen und Vorlieben schließlich ein paar Personen und Modelle herausheben, die sich als medientauglich und verkaufsträchtig erweisen."
Aha. Auch das haben wir geahnt: die, die dort oben sind, gehören auch da hin!
Das alles ist nachzulesen in der Onlineausgabe der Welt vom 3. November 2006. Wer's noch genauer wissen will, kann sich auf der Website von Art Review (unter Angabe einiger persönlicher Daten) registrieren lassen, um dann sechs Ausgaben der Onlineversion des Magazins, hoffentlich inklusive Ranking, geschickt zu bekommen.
Gastbeitrag | 16.10.06
Àlabonnecave
ein Beitrag von Robert Krokowski
Àlabonnecave
Eine Installation von Pierre Granoux
23.09. bis 18.11.2006
Zagreus Projekt Koch/kunst/galerie,
Brunnenstraße 9a,
10119 Berlin
Mittwoch bis Samstag französische Bistroküche à la carte,
Reservierung unter Tel. 030 280 956 40

Auf dem Bazar de l’Art Moderne diesmal: Die Fundstücke der Koch/kunst/galerie Zagreus in Berlin-Mitte. Der Ort: Ein ehemaliges Bad, in dem der Galerist und Koch Ulrich Kraus zu von Künstlern entwickelten Projekten Gäste zur Kunst bewirtet – Schmausen à la carte in zweifacher Hinsicht also.
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Adib Fricke | 02.10.06
Rote Punkte zählen
Rote Punkte-Auswahl am Sonntag abend zur Halbzeit auf dem Art Forum Berlin. Tendenz: Eher wenig Punkte, die bisher auf Titelschildchen geklebt waren. Aber die Stimmung scheint gut - »Nur einer hat mich bisher gefragt, ob ich das hier alles selbst gemacht hätte. Das passiert jedes Jahr mindestens einmal. Sonst ist die Stimmung sehr gut.« sagt Barbara Thumm. Und es gibt Hoffnug, dass das Geschäft noch erfolgreicher werden wird - »Ganz schön zäh hier. In Basel sind die Leute viel interessierter. Aber es kann ja noch besser werden.« schätzt Jan Winkelmann die Messe-Lage ein.

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Adib Fricke | 30.09.06
Autosalon ohne Autos
Sie galt als Party des Abends und in Zukunft soll es immer die Party des Abends am Eröffnungstag des Artforums in Berlin sein (so lange es dieses noch gibt): Ein Empfang im Showroom von BWM am Kurfürstendamm, zu dem die Freunde der Nationalgalerie eingeladen hatten, um die vier für den Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst vorausgewählten Künstler bekannt zu geben. Neidisch würde beäugt, wer eine Karte für den Einlass bekommen hatte. Zunächst experimentierte man ein wenig mit dem spätestens seit den Berlin Biennalen bekannten Disco-Prinzip, draussen erst Mal Schlange stehen lassen, während drinnen genug Platz ist.

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Gastbeitrag | 10.09.06
Plattenfund
von Tilman Schwarz

In Berlin-Mitte wurde, bisher unbemerkt von Kunst-Blog.com eine ...
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Redaktion | 03.09.06
Geht nicht gibt’s nicht ...
Die folgende E-Mail erreichte die Kunst-Blog-Redaktion um 15:31 Uhr:
Der Kunstsalon wird wie geplant in der arena stattfinden.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ausstellerinnen und Aussteller!
Etwas später als ursprünglich anvisiert, doch besser spät als gar nicht, kann ich Euch endlich davon in Kenntnis setzen, dass der III BERLINER KUNSTSALON wie geplant im MAGAZIN der arena-Berlin stattfinden wird.
Nachdem die arena, wie berichtet, versucht hatte, den Kunstsalon aufgrund hausgemachter Probleme kurzerhand abzusagen, zeigt sie sich nun hoch motiviert, den Pfad der Gerechten zu beschreiten.
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Gastbeitrag | 23.08.06
Verraten und verkauft
von Konstantin Schneider
Nachdem sich die Ratten Berlins offenbar samt und sonders darauf verständigt hatten, sich angesichts der bis zur letzten Sekunde möglichen Pleite bei der Eröffnung des Admiralspalastes in der Friedrichstrasse am Freitag, dem 11.8.2006, auf das Badeschiff des auch hier verantwortlich zeichnenden "Kulturunternehmers" Falk Walter zu retten, scheint nun auch die ARENA in eine tiefe Krise zu geraten.
Erster Leidtragender ist der 03 BERLINER KUNSTSALON, dem das Ausmass der baulichen Mängel, die nun von Seiten der Behörden zu einem Veranstaltungsverbot für das Magazin führte, bis zuletzt verschwiegen worden war. Die Kulturveranstaltungs GmbH sehe sich wegen der ausbleibenden Kreditzusage der Investionsbank nun leider ausserstande, den 03 BERLINER KUNSTSALON wie vereinbart vom 28.9 - 2.10.2006 im Magazin in Treptow zu beherbergen, liess dazu der Veranstaltungsmanager der ARENA, Kai Heimberg am 11.8.2006 - nur wenige Stunden vor der Gala im Admiralspalast - per Email an Edmund Piper verlauten.
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Markus Wirthmann | 28.07.06
Außer Haus
Ausstellungsprojekt der UdK-Dissidenten in Bildern
28. - 30. Juli 2006
Uferstraße 6, Berlin-Wedding

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Redaktion | 23.07.06
UdK-Studenten finden´s zum Kotzen
Die Proteste gegen die von den Studenten der Fakultät Bildende Kunst der UdK Berlin als unhaltbar empfundenen Zustände verschärfen sich. Die Störung einer von der Bundesregierung und dem BDI initiierten Preisverleihung gipfelte, wie indymedia.org heute Abend berichtete, in der folgenden Performance von UdK-Studenten:

"Kurz nach Beginn der Veranstaltung verdeckte eine Gruppe von Menschen die Bühne mit einem großen, schwarzen Transparent, hinter dem der Präsident der Universität und die Werbeleute des Landes der Ideen verschwanden. Im Publikum bewegten sich Menschen mit Megaphonen, die unter anderem absurde Wortfetzen aus der Kampagne brüllten, die ZuschauerInnen aufforderten, sich endlich zu freuen oder deutschlandkritische Aussagen zum Besten gaben. Dazu verteilten AktivistInnen Flyer ... . Zeitgleich fanden drei Menschen in der Eingangshalle der UdK Deutschland dermaßen zum Kotzen, dass sie sich in den Farben Schwarz-Rot-Gold erbrachen. Auf mysteriöse Weise verschwand in dem Durcheinander auch noch der Ideen-Pokal, der eigentlich in einem feierlichen Zeremoniell überreicht werden sollte." Mike de Vries auf indymedia.org
Gastbeitrag | 23.07.06
Weiße Wände
von Sophie Trenka-Dalton
Rundgang - Tage der offenen Tür
Fakultät Bildende Kunst
Universität der Künste Berlin
21. - 23. Juli 2006

Blick in das Atelier der Klasse Möbus und ...
Begeht man dieses Wochenende den alljährlichen sommerlichen Rundgang durch die Ateliers der UdK, steht man größtenteils in leeren Räumen oder vor geschlossenen Türen.
Die Studierenden der Fakultät Bildende Kunst haben sich entschieden, den Rundgang 2006 zu nutzen, um die Öffentlichkeit über ihre miserable Studiensituation zu informieren.
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Markus Wirthmann | 09.07.06
Das Ding aus einer anderen Welt

Dies ist kein Detail aus dem Filmset für eine Neuverfilmung des Howard Hawks Horror-Sci-Fi-Streifens von 1951 sondern ...
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Gastbeitrag | 05.07.06
GALERİST
von Asli Sungu

Galerist, İstanbul´da bulunan Murat Pilevneli´nin sahibi olduğu "Galerist" adlı galerinin çıkardığı üç aylık ücretsiz kültür gazetesi.
Dergide ağırlıklı olarak galerinin kendi sanatçılarına yer verilmiş. Bu sanatçılar yurtdışında da tanınıyorlar. Galerist, Basel ve Frieze Sanat Fuarı´larına katıldığı için dergide bu fuarlarla ilgili genel bilgilerde yer almakta. Röportaj bölümlerinde galerinin sanatçısı olan Hüseyin Çağlayan ve yurtiçinden ve dışından koleksyonerler, sponsorlara yer verilmiş. Hüseyin Çağlayan söyleşisinde işlerinde önemli rol oynayan zamanın sorgulanması, zamansızlık ve mekansızlik, günümüzde değişen göçmen kavramı, bedensizlik, gerçekle fantezi arasındaki boşluk gibi kavramlar üzerine konuşuyor.
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Sue Hubbard | 25.06.06
Kandinsky
The Path to Abstraction
Tate Modern, London
22nd June – 1st October 2006
There’s a tendency to think of Modernism as principally reflecting the rapid technological changes that occurred at the beginning of the 20th century exemplified by Futurist images of fast cars or the model for Tatlin’s famous unbuilt tower. But there was another strand. One that responded to the breakdown of conventional religion and the social and political upheavals that were taking place across the western world (including Russia) and looked to art (and some might say to psychoanalysis and quasi-religious cults such as Theosophy and spiritualism) to give meaning to contemporary existence in a way that Christianity had once done.

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Markus Wirthmann | 14.06.06
Ballaballa
BALLKÜNSTLER
Offizieller Beitrag des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung
Museum der bildenden Künste Leipzig
11. Juni bis 13. August 2006
Greg Colson . Wim Delvoye . Mark Fromm . Kendell Geers . Wiebke Grösch . Bernhard Heisig . Sebastian Hempel . Stephan Huber . Fabrice Hyber . Herman van Ingelgem . Samson Kambalu . Ci Kim . Russel Maltz . Olaf Metzel . Sammlung Perlwein . Pode-Bal . Julius Popp . Gerd Rohling . Christoph Ruckhäberle . Tilo Schulz . Norbert Trummer . Albrecht Tübke . Marijke van Warmerdam

Eigentlich wurde ja alles, was zur Kunst mit und über Fußball gesagt werden konnte, bereits von Kai Hoelzner in seinem wunderbaren Artikel zu den Rundlederwelten gesagt. Darum mache ich jetzt auch mal echt wenig Worte und zeige im folgenden eine zweiteilige Videozusammenfassung der oben genannten Ausstellung ...
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Adib Fricke | 09.06.06
Kalifornischer Materialismus
Los Angeles 1955-1985
Naissance d’une capitale artistique
(Die Geburt einer Kunst-Metropole)
Centre Pompidou
Paris
8. März - 17. Juli 2006

Paul McCarthy, Ketchup Sandwich, third version, 1970-2006
Die Geschichte, wie Los Angeles zu einer Kunstmetropole wurde, erzählt derzeit das Centre Pompidou in Paris. Aus einem Zeitraum von 30 Jahren wurden Werke und andere Dokumente amerikanischer Künstlerinnen und Künstler zusammengetragen, die in LA leben und arbeiten oder zumindest zu früherer Zeit mit der Stadt verbunden waren. Los Angeles 1955-1985 belegt rückblickend die Entwicklung der Stadt als einen Ort für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung scheint ziemlich gut recherchiert zu sein, ein breites Spektrum mit 84 künstlerischen Positionen vermittelt einen guten Gesamteindruck. Das, was zu sehen ist, hat (in historischer Rückschau) etwas subversives.
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Adib Fricke | 08.06.06
Biene malt Bienen
Berlin-Tokio/Tokio-Berlin. Die Kunst zweier Städte.
Neue Nationalgalerie Berlin
Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
7. Juni - 3. Oktober 2006

Als Biene verkleidet in den Waben der Ausstellungsarchitektur sitzend vorgedruckte Bienen ausmalen ... eine Performance für drei Tage
Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts ist das Interesse Japans an Europa und andersherum das Europas an Japan groß, nachdem sich das Land mit Beginn der Meji-Zeit 1868 wieder öffnete und ein wirtschaftlicher und auch kultureller Austausch möglich wurde. Davor war Japan fast 200 Jahre lang abgeschottet, nur einmal im Jahr durfte ein holländisches Handelsschiff an einer künstlich errichteten Insel anlegen. So wundert es auch nicht, dass die Ausstellung Berlin-Tokio/Tokio-Berlin, die die Kunst der beiden Städte zeigen will, erst um 1900 beginnt.
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Markus Wirthmann | 17.05.06
Art is in the hood!
Kunst für die nächste Generation
ZEIT online
Seit November 2005

"Nix los hier inner Kunst-Posse*," denkt der junge Bürger mit der Basecap aus dem vorhergehenden Beitrag sicherlich und greift sich seine Wochenzeitung: "guck isch lieber mal inne ZEIT." Sprach es und vertiefte sich in die kunstpädagogische Kolummne der erwähnten Publikation.
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Max Glauner | 25.04.06
Palimpsest 0602 - 01 Palimpsest

Palimpsest0602/ 01 Palimpsest, von gr. palimsestos, abgeschabt. Daher stammt die Bezeichnung Palimpsest, die für einen Text steht, der in der Nachantike bis ins 17. Jahrhundert von dem kostbaren Trägermaterial, Papyrus oder Pergament, zur Wiederbeschriftung abgeschabt wurde. Wie gelöschte Dateien auf einer Festplatte rekonstruiert werden können, sind die abgeschabten Texte wenn auch nicht gänzlich, so doch in Teilen durch bestimmte Verfahren lesbar zu machen.
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Markus Wirthmann | 22.12.05
Bilder einer fast geheimen Ausstellung
36 x 27 x 10
White Cube Berlin
im Palast der Republik, Berlin
23.12. bis 31.12.2005
Die Bilder stammen von der inoffiziellen Vor-Eröffnung der Ausstellung am 20.12.2005. Richtig los geht´s dann am 23. ab 18:00 Uhr. Die Ausstellung geht dann bis Sylvester. So wie´s aussieht hoffen die Organisatoren von White Cube Berlin auf die Möglichkeit auch nächstes Jahr noch weitere Ausstellungen und Events zu veranstalten - hoffentlich weiss die Abrissbirne das auch!

Kurzkritik: Sehenswert. Eine fast komplette Übersicht über die Berliner Szene wie sie sich zwischen Miami, Basel und Saõ Paulo tummelt + ein paar die da noch hin wollen + der dollste Ausstellungsraum seit der Erfindung des White Cube!
Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung bzw. ihrer Hintergründe gibt´s hier.
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Markus Wirthmann | 19.12.05
Fernsehen war gestern – bei zuviel.tv wird nah gesehen!
Stefan Panhans
Sieben bis zehn Millionen
15. Dezember 2005
zuviel.tv, Berlin
zuviel.tv ist ein Video-Programm das von Andreas Eberlein und Kai Hoelzner zusammengestellt und meist einmal im Monat Donnerstags in der Küche von Andreas gezeigt wird. Zum Glück hat die Küche eher Loungecharakter und die Nachbarn sind der Geräuschentwicklung gegenüber nachsichtig. Die Bandbreite des Dargebotenen reicht von Experimentalklassikern aus den Sechzigern und Siebzigern mit Willoughby Sharp, Ira Schneider und Wilhelm Hein über Chaos-Kunst-Fernsehen aus Lettland (oder war das Litauen?) mit CAC-TV bis zu aktuellen Produktionen von Videokünstlern wie Knut Klaßen, Marc Aschenbrenner oder Stefan Panhans.

Mit letztgenanntem verabredete ich anlässlich des Screenings seines Videos Sieben bis zehn Millionen ein E-Mail-Interview das sich im folgenden hier entwickelt:
Wie ist es dazu gekommen, dass der Hauptdarsteller des Videos "Sieben bis zehn Millionen" eine Hauptdarstellerin ist? Wie hieß sie gleich noch?
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Adib Fricke | 03.11.05
Temporäre Kunst
Als eines der kleinsten Museen der Welt muss wohl The Museum of Temporary Art gezählt werden, das laut Eigendarstellung eine Größe von 40x50 Zentimetern hat.

Ein kleines Handwerker-Regal mit 33 Schubladen aus durchsichtigem Kunststoff steht in einer Wohnung, derzeit in Cambridge/England. Die Größe der Schubladen beträgt (bis auf drei größere) etwa 4x4x8 cm. Diese werden dynamisch gefüllt, was heisst, dass neue Einreichungen für das Mini-Museum die vorhandenen »Schaustücke« aus dem Museumsregal ersetzen. Die Museums-Webseite dokumentiert die aktuellen Ausstellungsstücke und ruft zur Teilnahme am fortlaufenden Ausstellungsprojekt auf. »Replace the exhibits and keep the exhibition alive!« ist das Motto.
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Kai Hoelzner | 19.10.05
VernissageTV

Wieder vor dem Fernseher rumgehangen und die Eröffnungen des letzten Wochenendes verpasst? Keinen Babysitter gefunden? Bis spät in die Nacht gearbeitet? Nervige Schwiegermütter zum Essen ausgeführt anstatt mit Freunden und Kollegen lässig auf der Weidingerstraße zu stehen und im heimelig grellen Schein der Nagelschen Neonröhren ein frisches Beck’s zu zischen? Macht nichts! Seit August gibt’s VernissageTV. Das Video-Blog für den Kunstfreund. MPEG-Files zwischen zehn und zwanzig MB ersetzen den beschwerlichen Gang in die Galerie und dokumentieren in drei Minuten das, was in den meisten übrigen Publikationen häufig zu kurz kommt: Das ganze schöne Sozialdings in der Kunst. Das Rumtata und Drumherum der Eröffnungsabende. Keine langweiligen Bilder oder Objekte, sondern Menschen beim Betrachten und demonstrativen Ignorieren der so genannten Arbeiten. Ausserdem im Programm: Interviews mit Künstlern und Galeristen.
Kunst-Blog.com sprach mit VernissageTV-Gründer Heinrich Schmidt.
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Kai Hoelzner | 18.10.05
Nobelpreis der Künste

Der "Nobelpreis der Künste" wurde heute an den Maler Robert Ryman und an den Modeschöpfer Miyake Issey (Skulptur) vergeben. Ebenfalls geehrt: Der amerikanische Tänzer Merce Cunningham (Film/Theater), Taniguchi Yoshio, der zuletzt durch Umbau und Erweiterung des Museum of Modern Art auf sich Aufmerksam machte (Architektur) und die argentinische Pianistin Martha Argerich (Musik). Die offizielle Ehrung durch Prinz Hitachi, den Bruder des japanischen Kaiser, fand fand heute in Tokio statt.

Blick in den von wogenden Titan-Blechen dominierten Miyake-Showroom in New York.
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Kai Hoelzner | 05.10.05
So viele internationale Sammler habe ich auf keiner Messe in Deutschland je gesehen. Und ich spreche jetzt nicht vom Collector’s Program, sondern insgesamt. (Gerd Harry Lybke)
Endlich vorbei das Art Forum nebst Salon, Preview usw. Der Vollständigkeit halber hier die aktuellen Besucher- und Verkaufzahlen aus der Messepressemitteilung von heute morgen (5. Oktober 9.10 Uhr). Alle Angaben natürlich ohne Gewähr.

Wenig subtiler Blickfang: Beim Betreten der Halle 18 blickte man auf...
Kai Hoelzner | 24.09.05
Am Imbiss-Eck

Das Wochenende vor der Art Forum Eröffnung. Yorckstraße kurz hinterm Mehringdamm. Lässige Standortwahl zwischen Burger King und Döner. Die Eröffnung einer Berlin-Dependance der Hamburger Galerie Dörrie*Priess mit Nina Kluths Bunches and circles. Der Titel der Ausstellung konterkariert - bewusst oder zufällig - die stadträumliche Situation. Im Umkreis der Yorkstraße 89 findet keine Galeriebündelung wie an der Zimmerstraße statt, es herrscht keine Fußläufigkeit bei Rundgängen. Fast schon draussen auf dem Land für hiesige Verhältnisse. Zur Eröffnung mit Landschaftsmalerei an den Wänden.
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Adib Fricke | 02.09.05
Wer bekommt die 50.000 Euro?
Zum dritten Mal soll der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst vergeben werden. Nominiert sind heuer die in Berlin lebenden Künstler John Bock, Monica Bonvicini, Angela Bulloch und Anri Sala. Alle vier mussten für die Wettbewerbsausstellung eine neue Arbeit fertigen. Gestern abend war die Eröffnung der Ausstellung im Hamburger Bahnhof. Bereits am Nachmittag performte John Bock, der seine Auftritte gerne Aktionen nennt.
Weitere Informationen gibt es unter preis2005.de. (Und damit kein anderer beim nächsten Mal in zwei Jahren die Domain wegschnappen kann, sind schon jetzt die Domains nach diesem Muster bis zum Jahr 2013 angemeldet.)
Kunst-Blog hat eine Umfrageseite eingerichtet: Wer, glauben Sie, wird den Preis gewinnen? Dan Cameron (New Museum of Modern Art, New York), Erika Hoffmann-Koenige (Sammlung Hoffmann, Berlin) und Dr. Angela Schneider (Nationalgalerie, Berlin) bilden die (zweite) Jury, die den Preisträger bzw. die Preisträgerin bestimmt. Das Ergebnis wird am 27. September 2005 verkündet, der Preis »um 20 Uhr mit einem Fest im Hamburger Bahnhof verliehen«. Wird Ihre Wahl der Wahl der Jury entsprechen?
Gastbeitrag | 30.08.05
Die deutsche Ausgabe
oder: Wie wir den Westen wieder nicht erobert haben

Bei dem folgenden Text handelt es sich um kurze Auszüge aus dem Roman „Das Feuertal der Kultur in den Strahlen der Morgensonne“, sie beziehen sich auf das Vorhaben des Divus-Verlags, eine deutsche Ausgabe der Zeitschrift „Umelec“ zu veröffentlichen, sowie ihrer Umsetzung. Das Buch wurde im März 2005 auf der Buchmesse in Luxemburg als dümmstes Projekt in der Verlagsgeschichte bewertet. Nur deswegen haben wir es für unsere Leser übersetzt.
Politisch korrekte Einleitung darüber, wie alles begann
Unsere deutsche Erzählung gleicht einer meiner Liebesbeziehungen. Als die Vorbereitungen für die deutsche Ausgabe von „Umelec“ beendet waren, endete auch diese Beziehung.
Meine Freundin und ich hatten uns kurz vorher bei der Eröffnung des deutschen Pavillons während der Biennale in Venedig kennengelernt, als ich mit Hilfe des Direktors des Prager Goethe-Instituts versuchte, auf unser Magazin aufmerksam zu machen. Das mit der Aufmerksamkeit hat geklappt. Nach einem halben Jahr intensiver Bemühungen, eine deutsche Version zu veröffentlichen, gewährte mir die Deutsche Botschaft in Prag eine Finanzspritze. Und damit begann die Ära des „Germanoptimismus“. Und trotzdem kam ich mir noch immer vor, wie der Mann im alt-römischen Senat, der jeden seiner Auftritte mit den Worten beendete: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.“
Ich sehe ein, dass es niemand lange mit mir aushalten konnte.
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Markus Wirthmann | 29.08.05
Konkret an der Nordsee
Studio A Otterndorf
Museum gegenstandsfreier Kunst
Landkreis Cuxhaven

Otterndorf liegt rund 18 km südöstlich von Cuxhaven, ca. 1,5 km vom Elbufer entfernt auf einer Wurt an der Medem, bei knapp 9° östlicher Länge und 54° nördlicher Breite. Der alte Stadtkern Otterndorfs liegt bis zu 6,4 m über NN, neuere Stadtteile hingegen nur etwa 0,9 m über NN.
Website des Nordseebades Otterndorf
Laut ADAC beträgt die Entfernung von Hamburg 109,82 km bei einer Fahrtzeit von 2:05 Stunden und Minuten. Von Bremen aus sind es 109,19 km bei einer Dauer von einer Stunde und 10 Minuten. Den Zeitvorteil hat die Verbindung über Bremen der hervorragenden Autobahnverbindung via Bremerhaven, etwa auf der Hälfte der Strecke, zu verdanken. Dort befindet sich neben dem Deutschen Schiffartsmuseum seit allerneuestem auch das Deutsche Auswanderer Haus. Beides Adressen die man sehr gut mit einem Ausflug von oder nach Otterndorf verbinden kann.
Warum ich Sie mit dieser peniblen Aufstellung von Daten konfrontiere? Nun, weil man es im Kern dessen worum es im Studio A geht mit eben dieser fizeligen, manchmal haarspalterisch erscheinenden Genauigkeit zu tun bekommt - und ich mir vorstellen will, dass der wirklich Interessierte, der ganz im Inneren von der Präzision der Gappmayerschen Schreibmaschinenanschläge faszinierte, oder der Strenge Walter Dexels Zugeneigte diesen konkreten Ort sonst ganz bestimmt nicht finden könnte.
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Markus Wirthmann | 29.08.05
Kunst kommt von Pils
Pilsner Urquell Kunstperformance
Ausführender Künstler: Nicolai Heymann
Berlin, Hamburg, Köln, Dresden, Leipzig.

"Einmalzwei" in Berlin auf 4343,5 qm, 2555 Handtücher. (Quelle: obs/Pilsner Urquell)
Das sieht man diesen beiden Gesellen ja schon an, das mit dem Bier! Wie sie da so leicht verkatert um die Ecke geschlichen kommen.
Nach Beck´s und Absolut Wodka ist nun auch Pilsner Urquell auf die Kunst gekommen. Passt doch eigentlich gar nicht zum Image, dachte ich heute früh, als mir die etwas ungelenk und deutlich szenefremd formulierte Pressemitteilung auf den Computer-Schreibtisch flatterte.
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Markus Wirthmann | 10.07.05
Du auch, und ich?
Die Ausstellungseröffnung U2 & i, am 6. Juli 2005 als Foto-Novela
Kamera: Foto-Handy Siemens S 65
Anton Corbijn
7. bis 17.7.05
C/O Berlin

Perfektes Timing zwischen Live8 Konzerten und dem U2-Gig im Olympiastadion: Die Ausstellungseröffnung von Anton Corbijn.
Kurz nach 8 musste der Zugang zu Innenhof und Galerie gesperrt werden da sich schon etwa 1000 Besucher drängten um einen Blick auf die Promis zu werfen.
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Gastbeitrag | 07.07.05
Streit um Istanbul
Urbane Realitäten: Fokus Istanbul
9. Juli – 3. Oktober 2005
Martin-Gropius-Bau, Berlin
Schon im Vorfeld wurde die von Christoph Tannert kuratierte Ausstellung in der Presse scharf attakiert. So wurde etwa in der TAZ vom 4.7.2005 Vasif Kortun mit den Worten zitiert: "Dieses traurige Desaster ist das Ergebnis eines katastrophalen Missmanagements von Christoph Tannert". Weiterhin ist von "konzeptionellen Mängeln, der mangelnden Transparenz bei der Auswahl der Künstler und der undurchsichtigen und ungerechten Mittelvergabe" die Rede.
Kunst-Blog.com bot Christoph Tannert die Möglichkeit einer Stellungnahme.
Die folgenden drei Texte, das Vorwort zum Ausstellungskatalog,
